COVID-19 Belebt die grimmige Geschichte der medizinischen Experimente in Afrika

- Apr 16, 2020-

Der wahnsinnige Ansturm von Wissenschaftlern und Forschern, potenzielle Behandlungen für COVID-19 in wissenschaftlichen Studien zu testen, hat eine hitzige Debatte über den Einsatz von Menschen in kritischen Arzneimittelstudien in Afrika wiederbelebt.

Am 1. April schlugen zwei französische Forscher, Dr. Jean-Paul Mira und Camille Locht, in einer Live-Übertragung vor, dass Versuche eines potenziellen Impfstoffs zuerst in Afrika stattfinden sollten, so Al Jazeera. Dr. Mira, Leiterin der Intensivstation am Cochin Hospital in Paris, verglich die aktuelle Situation mit "bestimmten AIDS-Studien, bei denen wir unter Prostituierten Dinge ausprobieren, weil wir wissen, dass sie stark exponiert sind und sich nicht schützen".

Die beiden Forscher äußerten sich im Rahmen einer Diskussion über Studien in Europa und Australien, um zu sehen, ob der BCG-Tuberkulose-Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus wirksam sein könnte. In Australien werden Versuche an mindestens 4.000 Beschäftigten im Gesundheitswesen durchgeführt.

Die Haltung dieser Forscher spiegelt eine lange, düstere Geschichte medizinischer Experimente und Ausbeutung in Afrika wider, wo afrikanische Führer mit Pharmaunternehmen – die oft in Europa oder den Vereinigten Staaten ansässig sind – abgesprochen haben, um Versuche an den schwächsten Menschen in der Gesellschaft durchzuführen.

Die Äußerungen der Forscher lösten sofort Verurteilung und Empörung aus, mit dem trendigen Hashtag-Satz:"Afrikaner sind keine Versuchskaninchen."